Nach der langen coronabedingten Pause konnte im Ingelheimer Reiterverein endlich wieder ein Reitabzeichenlehrgang stattfinden.

An den ersten drei November-Wochenenden fand für alle Teilnehmer der Vorbereitungslehrgang statt. Abgeschlossen wurde der Lehrgang dann mit dem Prüfungswochenende vom 26.-27.11.22. Insgesamt traten 27 Prüflinge in den unterschiedlichsten Reitabzeichen an. Von den ganz Kleinen, die beim RA 10 Schritt und Trab an der Longe reiten, über das RA 9, 7, 6 und 5 bis zum RA 4, welches zweimal dressurspezifisch mit dem Ritt einer L-Dressur abgelegt wurde, waren alle Altersklassen vertreten. Auch der Pferdeführerschein Umgang und das Longierabzeichen 5 erfreuten sich großer Beliebtheit.

An den Vorbereitungswochenenden wurde praktisch und auch theoretisch viel gelernt. Theoriethemen wie das korrekte Putzen, Sicherheit und Unfallverhütung, artgerechte Haltung oder die Reitlehre standen auf dem Programm, um die Teilnehmer bestens auf die Prüfung vorzubereiten. Auch ein praktischer Erste-Hilfe-Lehrgang am Pferd und einer am Menschen waren Teil der Vorbereitung. Ein weiteres Highlight war das praktische Verladen, welches ebenfalls einen Bestandteil der Prüfung ist. Zusätzlich stellte die Bodenarbeit ein weiteres Herzstück der Vorbereitung dar, denn nicht jeder ist vorher bereits mit einem Pferd auf der Dreiecksbahn unterwegs gewesen oder hat die verschiedensten Bodenarbeitshindernisse überwunden. Beispielsweise musste ein Slalom absolviert werden, der von rechts geführt wurde oder das Zeigen von Gangmaßwechsel wurde verlangt. An den Wochenenden herrschte auf dem gesamten Vereinsgelände ein reger Betrieb, denn Theorie lernt sich am besten mit Praxisbezug. Das Thema Fütterung zum Beispiel lässt sich doch zweifelsfrei am einprägsamsten in der Futterkammer erläutern und auch der praktische Reitunterricht dominierte das Vereinsleben. Das Aufgabenreiten, das Reiten ohne Steigbügel und selbstverständlich das Springen wurde fleißig trainiert. Für die Verpflegung sorgte der Verein mit hausgemachten Flammkuchen oder Gegrilltem und die Eltern der Teilnehmer, die für die hungrige Meute Leckeres kochten.

Mit Näherrücken der Prüfung stieg die Aufregung Tag für Tag. Ein straffer Zeitplan musste eingehalten werden, um alle Stationen von den Richtern prüfen zu können. Die Pferde wurden eingeflochten, die Prüflinge hatten sich herausgeputzt und waren vorbereitet für die Richter. Nach der morgendlichen Begrüßung der Richter und Teilnehmer ging es direkt mit den ersten Theoriestationen los. Über die Tage wurden alle Stationen der verschiedenen Reitabzeichen geprüft, sodass der Sonntag mit der Urkundenvergabe enden konnte.

Wir gratulieren allen Teilnehmern zu ihren bestandenen Reitabzeichen und bedanken uns bei unseren Richtern und bei allen, die den Lehrgang organisiert, unterstützt und ihn einfach angenehm gemacht haben.

Julia Ehrenberg